Kapstadt
28. Sep. 2003

Die ersten zwei Wochen in Kapstadt liegen bereits hinter uns. Wir haben die Zeit genutzt, um die BLUE PEARL auf Slip zu legen.
Der Unterwasserbereich wurde mit einem neuen Antifouling versehen, zudem mussten verschiedene Schweissarbeiten an Deck ausgeführt werden.
Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre führten dazu, dass nun verschiedene Veränderungen an den Decksbeschlägen anstanden. Von ihnen versprechen wir uns nun ein besseres und konfortableres Handling des Schiffes.

Bei dieser Gelegenheit ersetzten wir die traditionelle Stopfbuchse mit einer trockenen Schaftdichtung von VETUS. Da dazu die Welle ausgebaut werden musste, passten wir bei diesem Arbeitsgang die neue Ersatzwelle und Schraube ein.
Die Segel liegen zum Check beim Segelmacher. Trotz ausgesprochen starker Qualität haben die letzten zwei Jahre Spuren hinterlassen. Die Unterwanten und Achterstage sind ausgetauscht, der Vorstag ausgebaut, und mit dem Eintreffen des neuen Stages gehen die Wartungsarbeiten auch schon dem Ende entgegen.
Noch steht ein Besuch bei Susan und Peter in Gordensbay an, mit denen wir die Tage auf St.
Helena verbracht hatten. Von dort setzten sie mit ihrer WINGS Kurs auf Brasilien, und wir nach Europa. Die meisten Bekanntschaften unterwegs sind auf Zeit, mit ihnen hatten wir jedoch noch regelmässigen e-mail-Kontakt.

   
Kapstadt  
18. Okt. 2003
Während einige Arbeiten unserem Wunsch entsprechen verliefen, scheint in einigen Details der Wurm zu stecken.
So hat sich im Vergaser des Mercury Aussenborders seit dem letzten Gebrauch in der Antarktis Korrosion angesetzt. Die Achse der Luftklappe sitzt unbeweglich fest. Es bleibt die einzige Möglichkeit, das Stück mechanisch zu entfernen, und mit einem neuen Teil zu ersetzen. „Lieferzeit zwei Wochen“.
Im weiteren hatte die Rettungsinsel „AUTOFLUG“, die in einem wasserdichten Kunststoffbehälter in einer Plastikhülle vakuumverpackt auf dem Deckhaus gelagert ist, zwischen dem Wartunsinterwall der letzten zwei Jahren Wasser gemacht. Demzufolge wurde der grösste Teil der Ausrüstung unbrauchbar zerstört. Dazu kam, dass die Insel aufgrund eines korridierten Fentiles die Luft nicht halten konnte, was bei Gebrauch im Notfall zu unvorstellbaren Folgen geführt hätte......
Trotz einiger Rückschläge erstrahlt die BLUE PEARL in neuem Glanz, was einem Reinigunsmittel zuzuschreiben ist, auf das wir durch Insider-Informationen gestossen sind.
Am 24.-26. Oktober findet hier in der Waterfront von Kapstadt die Boat & Watersport Show statt, was wir nicht versäumen wollen. Nebst weiteren Attraktionen wird die PELACEK, eine neu in Durban gebaute 70 Fuss (21 Meter) Aluminium Segelyacht erwartet, die speziell für Exkursionen mit Gästen in hohen Breiten gebaut wurde.
Sollten dann noch nicht alle für die Wartung benötigten Teile eingetroffen sein, könnten wir uns einen Kurztrip in das ca. 500 km entfernte Namibia vorstellen.
 
   
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