BLUE
PEARL
Coffs Harbour
16. Juni 2004
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Wir hatten die Stadt, die im Weiteren aus dem "Jetti", ein Vorort mit Supermarkt und Kleingewerbe, zwischen Hafen und Stadt, sowie der Hafenanlage besteht, bereits vor unserer Abreise in die Schweiz erkundet.
Die Küste, die üppige Vegetation, sowie das Wetter, das den Bewohnern in Australiens mittlerem Osten wie hier in Coffs Harbour über dreihundertzwanzig Sonnentage beschert, sind Grundlagen für ideale Lebensverhältnisse.
Das differenzierte, über viele Breiten verteilte Klima verspricht gestaffelte Saisons, und reiche Ernten während des ganzen Jahres.
Somit produziert Australien bezüglich seiner Agrarprodukte nebst der fast ausschliesslichen Selbstversorgung grosse Überschusse für den Export.
Die Leute die wir treffen wissen diese Umstände zu schätzen und sind fast ausnahmslos damit zufrieden.
Dennoch scheint ein gewisser Drang sich innerhalb des Kontinents zu verpflanzen den Australiern im Blut zu liegen.
Zurzeit ist Tasmanien auf der Wunschliste vieler, das wiederum hatte dazu geführt, dass sich die dortigen Liegenschaftspreise kurzfristig verdoppelt hatten.
Einige haben sich mit solchen Profiten eine Jacht gekauft, und segeln nun je nach Jahreszeit vom Süden in den Norden oder zurück.
Weitere umrunden den Kontinent, und weil es für die meisten der schönste Flecken Erde ist, bleiben nur noch wenige, die zu einer Umrundung der Welt aufbrechen.
Stop and go gilt für die meisten Segler, und während es viele Gründe für Stops gibt, ist es unser Drang aktiv zu werden, der für alles weitere sorgt. Zurzeit warten wir auf die Schraube, die wir korrekt auf die Daten der BLUE PEARL anpassen liessen. Dadurch versprechen wir uns für die Zukunft mehr Speed. Wir sitzen nicht allein fest...... Bruno und Helen von der HELENA ZWO die wir vor unserer Abreise in die Schweiz hier im Hafen getroffen haben, sind auf dem Weg nach Vanuatu einer Inselgruppe in der Südsee, die vom Tourismus nicht befallen ist, und auch in Zukunft davon freigehalten wird. Der Grund, dass sie in Numea Neukaledonien festsitzen liest sich wie folgt.......
<<<So wollen wir Euch warnen vor der Tankstelle in der Marina Yamba. Wir hatten Wasser im Tank und haben dadurch die Einspritzpumpe geschlissen. So mussten wir halt nach Noumea aufkreuzen. Die Amerikaner die ihr Boot in Yamba gebaut haben, sind auch hier und hatten ebenfalls Wasser in dem Tank den sie in Yamba gefüllt hatten.
Yamba Marina behauptet jetzt sie hätten nie Wasser im Diesel gehabt, und es sei auf Kondensation in unserem Tank zurückzuführen. (aber über 3 Liter Wasser und nur in den Tanks die in Yamba gefüllt wurden spricht wohl für sich)>>>
.....................Sicher ist, das Buschtelefon funktioniert.
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BLUE PEARL
South Port
22. Juni 2004 |
Wir haben Coffs Harbour mit Ziel South Port in Richtung Norden verlassen, nachdem der Propeller an diesem Morgen in der Marina eingetroffen war.
In den letzten Tagen konnten wir von der fünfzig Meter hohen *Muttonbird Insel, die durch einen Wall mit dem Festland verbunden ist, Wale beobachten.
((* die Insel ist bekannt für die Muttonbirds, die dort in Erdhöhlen unter Kleeartigem Gras nisten))
Auf einige Distanz zu unserem Beobachtungsort, schossen die Wale mit dem grossen Teil ihres massigen Körpers aus dem Wasser. Der dumpfe Schlag des Aufpralls beim zurückfallen, war selbst auf die grosse Entfernung zu hören. Die Fontänen, die dabei unter ihren Körpern hervorschossen, liessen vermuten, welch unvorstellbare Massen sich da anscheinend in spielerischer Leichtigkeit aus dem Wasser katapultieren.
Auch an diesem Morgen waren Wale unterwegs, doch leider nicht so nahe, dass sich Fotos schiessen liessen. Zudem ist es schwierig mit der Verzögerung digitaler Kameras bewegliche Objekte auf das Bild zu bannen.
Zu dieser Jahreszeit werden die Humpback Wale, deren Population an dieser Küste auf dreihundert Tiere dezimiert wurde, die nun geschützt wieder auf deren dreieinhalb bis viertausend angewachsen sind, zu unseren täglichen Begleiter zählen.
Am Abend des 23. Juni erreichten wir die gut markierte Einfahrt von South Port.
Beim letzten Tageslicht fiel der Anker in der Broadwater Bay, dem Mündungsgebiet des Nerang Rivers.
Die Stadt , deren riesige Ressortbauten wir schon von der See wahrnahmen, lag nun eine Meile im Süden, und erinnert uns an Miami.
Am nächsten Morgen übersetzten wir mit dem Beiboot an Land, um unsere neue Umgebung zu erkunden.
Das "Seaworld" ein Vergnügunspark repräsentiert in etwa den Charakter der Stadt, in der sich die riesigen Hotelkomplexe gesäumt von einem meilenlangen Sandstrand auch an Exklusivität gegenseitig in den Schatten stellen. .
In der Bucht vergnügt sich die junge Generation mit Flitzern deren Leistungen weit über fünfhundert PS aufs Wasser bringen. Wie Kampfjets hören wir sie erst nachdem sie vorbei sind. Dabei hinterlassen die Boote kaum Wellen. Möglicherweise sind es dieselben Leute, die in der Nacht zuvor auf der Halbinsel zum Leuchtturm, ihre schnellen Wagen bis zum Aeussersten gefordert hatten........
Wir finden einen neuen Supermarkt, der unser Bedürfnis nach Frischwaren und der Ergänzung einiger Vorräte mehr als befriedigt.
Am Sonntag dem 27. Juni machten wir uns auf den Weg nach Bundaberg. Wir hatten vorgesehen, die Wide Bay Bar Einfahrt in die Great Sandy Strait zu benutzen, um auf diesem Weg in die Hervey Bay und nach Bundaberg zu kommen.
Nun passierten wir diesen Ort noch bei völliger Dunkelheit. Da die Einfahrt versandet, und nur bei Tidenhoch passierbar ist, entschlossen wir uns, den Kurs entlang der Küste beizubehalten, und den Umweg um das Sandy Cape und dessen Fortsetzung, das untiefe Breaksea Spit hinzunehmen.
In der nächsten Nacht wurde auf Kanal sechzehn nach der Jacht beim Sandy Cap gerufen.
Da wir kein anderes Schiff in unserer Nähe an diesem Cap ausmachen konnten, meldeten wir uns, worauf bestätigt wurde, dass es sich um einen Sicherheitsaufruf handle.
Noch in der Nacht rundeten wir die Untiefen des Breaksea Spit, dessen nördliches Ende durch ein Licht mit Radarpeilung markiert ist.In der riesigen Hervey Bay war spürbar weniger Schwell. Weil aber Bundaberg im Nordosten lag, stand der Wind nun gegenan, was uns bewog, die letzten Meilen mit Hilfe des Motors hinter uns zu bringen.
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